Kernbeißer in Heckenstrauch

Kernbeißer und andere Finken

Mit diesem Beitrag zeige ich Dir gewissermaßen die Fortsetzung des letzten Beitrages. Da habe ich Dir ein paar Bilder vom öffentlichen Vogelhaus der Biologischen Station Gütersloh / Bielefeld gezeigt.

Da mich im Nachhinein die eher schlechte Qualität der Fotos arg genervt hat – die Bilder haben durch einen ISO Wert von 6400 stark gerauscht – habe ich meine Aufnahmeeinstellungen hinterfragt und angepasst.

Gegen die hohen ISO Werte gibt es folgende Gegenmittel:

  1. auf bessere Lichtbedingungen (mehr Licht) warten
  2. ein lichtstärkeres Objektiv benutzen
  3. die Blende weiter öffnen
  4. die Verschlusszeit verlängern

Da der Himmel in den Rieselfeldern Windel bedeckt war, ein Lichtstarkes Objektiv (< f4) mit großer Brennweite nicht in meinem Besitz ist und die Blende mit f6.3 schon so offen wie möglich war, blieb nur, die Verschlusszeit zu verringern. Was bei den folgenden Aufnahmen – still sitzende Vögel – problemlos zwischen 1/60 und 1/200 möglich ist.

Du musst nur mutig genug sein, von der üblichen Gleichung Brennweite=Verschlusszeit abzuweichen und dem Stabilisator im Objektiv zu vertrauen. So bin ich auf eine ISO von 1600 herunter gekommen. Ich habe für die folgenden Aufnahmen übrigens das Tamron 150-600mm G1 genutzt:

Fotos von Kernbeißer, Finken und Meisen:

1/60 ist bei 600mm kein Problem. ISO 1600 auch nicht.

ISO 1600 mag Dir immer noch hoch erscheinen. Aber das ist weitaus besser als die ursprünglichen 6400 der Bilder aus meinem letzten Blogpost. Zudem sind viele heute am Markt erhältlichen Kameras keine ISO-Zicken mehr wie man sie aus den Anfangszeiten der Digitalfotografie kennt.

Auch mit ISO 1600 bekommt man heute in der Regel recht rauscharme Bilder und auch in der Bildbearbeitung kannst Du zusätzlich noch zur Rauschreduzierung beitragen.

Und Du so?

Was sind Deine Einstellungen um bei diesem Wetter Vögel am Futterhaus zu fotografieren? Oder bleibst Du zuhause, wenn kein gutes Fotowetter herrscht? Poste Deinen Kommentar zum Thema gerne in den Kommentarfeed:

7 Kommentare zu “Kernbeißer und andere Finken

  1. Toller Blog! Sie haben meine beiden Hobbys kombiniert. Ich bin ein Fan von Natur und Fotografie. Es gibt nichts Schöneres als die Natur und nichts Schöneres als Vögel.

  2. Jan Bürgel

    Hallo Timo,
    Ich versuche so korrekt wie möglich zu belichten.
    Bei hoher ISO kann manchmal schon eine halbe Blende +/- zu einem Rauschen führen…
    Ich fotografiere auch gern an selbst eingerichteten Ansitzen für Vögel. Und dann für Stunden im Tarnzelt…hast tolle Bilder…

    • Hi Jan,
      danke für Deinen Kommentar. Leider sehe ich ihn jetzt erst. Stunden im Tarnnetz können schon Spaß machen 😀
      LG
      Timo

  3. Ich nutze ein Bridge-Kamera (Nikon Coolpix P900) und die macht eigentlich alles automatisch – es gibt aber auch eine manuelle Funktion, in der ich (genau wie bei einer DSLR) alles manuell (der Name ist hier Programm) einstellen kann – dann ist aber meistens das Objekt schon weg. Bei einer Brennweite von 2000 mm (35-mm-Film) hapere ich ganz gewaltig mit dem Licht – ist aber rein physikalisch begründet. Durch eine 67-mm-Öffnung des fest verbauten Objektives kommt nun mal (bei maximalen Zoom) wenig Licht am Chip an. Daher kann ich nur bedingt etwas zu ISO-Einstellungen sagen, da es die Kamera entscheidet, mit welcher ISO-Zahl ich ein Foto mache. Dass das aber zu recht ansehnlichen Ergebnissen führen kann, sieht man in meinem Fotoblog 😉 LG an die Foto-Gemeinde

    • Hi Jochen, auf Deinen Kommentar habe ich auch ganz vergessen zu antworten. Das tut mir leid. Auto ISO nutze ich auch immer wieder mal – aber eher dann, wenn es auf „Bild haben“ und nicht „Rauschfrei“ ankommt. Und das ist ja auch immer wieder mal der Fall. Gerade bei den Suppen Zooms 😀

      LG
      Timo

  4. I go to try it out thanks for the tips

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