Sonnenaufgang in der Kiebitzwiese Fröndenberg

Ostersonntag auf der Kiebitzwiese Fröndenberg

Die Kiebitzwiese Fröndenberg ist ein ehemals landwirtschaftlich genutztes und mittlerweile wiedervernässtes, 43 Hektar großes Arreal im östlichen Ruhrgebiet. Da ich ganz in der Nähe meine Familie besucht habe, konnte ich am Ostersonntag einen Abstecher in die Grünlandflächen und flachen Blänken machen. Eine kleine Geschichte zum Morgen des 21. April möchte ich dir hier erzählen.

Und die beginnt früh am Morgen. Um 5.45 ging es los. Aufstehen, anziehen, aus dem Haus schleichen, keinen wecken. Nach kurzer Fahrt mit dem Auto wurde bei Ankunft sofort klar: Perfekte Bedingungen. Ein fast wolkenloser Himmel, leichte Nebelbildung über den Wasserflächen – und diverse Wasservögel um einen menschenleeren Aussichtshügel verteilt.

Kranich im Ruhrgebiet

Neben Grau- und Nilgans warteten auf den ersten Metern Fußweg Rostgans und Höckerschwan auf den Sonnenaufgang. Bruchwasserläufer und Flussregenpfeifer gesellten sich kurz darauf im Schlick dazu. Dorngrasmücke und Rohrammer waren ständig zu hören und zeigten sich immer wieder.

Ein einzelner Kranich in 200 Meter Entfernung

Kleine Besonderheit: In den Tagen zuvor wurden im Netz fortwährend drei Kraniche gemeldet (zum Beispiel hier). Am Ostersonntag war jedoch nur noch ein Tier vor Ort. Und das weit entfernt vom Beobachtungspunkt. Bei Google gemessen an die 200 Meter. Für gute Fotos ist das natürlich schon ein technischer K.O.

Sonnenaufgang über der Kiebitzwiese

Da ich vorher allerdings noch nie Kraniche am Boden fotografieren konnte, habe ich für mich mehr als nur einen Beleg gemacht. Sehr viel mehr als Belege entstanden allerdings kurz davor: Denn vom Aussichtspunkt der Kiebitzwiese Fröndenberg fotografiert man bei Sonnenaufgang direkt in die Sonne, genau Richtung Osten.

Auch wenn ich mit den letzten zwei Blogbeiträgen (hier und hier) das Thema Sonnenaufgänge schon sehr strapaziert habe: Was an diesem Morgen geschah, war so herrlich, dass auch in diesem Beitrag die aufgehende Sonne im Vordergrund steht. Zum Höhepunkt der Lichtstimmung strahlte goldenes Licht durch eine Nebellandschaft und erleuchtete einen entfernt stehenden Trupp Höckerschwäne. Mein absolutes Highlight der ersten Hälfte meines Besuches.

Rundweg um die Kiebitzwiese Fröndenberg

Die „zweite Halbzeit“ nutzte ich für eine Pirsch entlang des Gebietes. Einen umlaufenden Rundweg gibt es zwar nicht, die Kiebitzwiese Fröndenberg kann aber von zwei Seiten umlaufen werden. Dabei war ich zum Glück nicht alleine unterwegs, sondern traf zufällig auf Gregor. Gregor ist nahezu täglich im Gelände unterwegs – ein sympathischer Mensch und vorzüglicher Guide, der das Gelände kennt wie kein anderer.

Nicht alles ließ sich fotografisch festhalten. Entweder weil Gregor die Tiere weit draußen mit dem Fernglas ausfindig machte – selbst lange Brennweiten sind manchmal einfach zu wenig, oder weil ich einfach nicht schnell genug war.

Fotos von der Kiebitzwiese als Galerie

Bevor ich dir die Galerie mit allen Bildern des Tages zeige, kurz als lose Aufzählung, was uns auf unserem Weg begegnete: Bruchwasserläufer, Flussregenpfeifer, Löffelenten, Krickenten, Schnatterenten, Haubentaucher, Rostgänse, Kranich, Weißstörche, Schwarzkehlchen, Dorngrasmücken, Rohrammern, Schwarzmilan. Nun aber die Galerie:

 

Und du so?

Und wie war dein Osterwochenende? Warst du raus oder hast du deine vier Wände nur zum Eier suchen verlassen? Lass mir einen Kommentar da 😉

10 Kommentare zu “Ostersonntag auf der Kiebitzwiese Fröndenberg

  1. Die Farben sind sensationell! Mein Favorit sind die Höckerschwäne.

  2. Christin

    Hallo Timo, die heimatlichen Ruhrwiesen haben sich wirklich zu einem ganz besonderen Ort entwickelt.
    Toll, dass es dir gelungen ist, Ausschnitte davon in Bildern festzuhalten.
    Wunderschön!

  3. Vielen Dank für diese schönen Bilder von der Kiebitzwiese! Traumhaft schön 🙂

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