Rückenansicht einer Wespenspinne im Spinnenetz

Schwül: Insekten statt Tarnzelt Fotografie

Bist Du Saunagänger? Ich nicht, aber in der Schwüle der letzten Tage wirst Du zu einem. Zumindest wenn Du Dich an der Tarnzeltfotografie versuchst. Ein versteckter Ansitz in Erwartung schöner Goldammermotive – das war mein Plan am frühen Donnerstag Morgen.

Fotografie im Dunkeln: Blick aus dem Tarnzelt

Dazu hatte ich das Zelt wieder mal im Naturschutzgebiet Große Wiese (Gütersloh, NRW) aufgestellt. Gegart und durchgeschwitzt habe ich das Versteckspiel allerdings vorzeitig abgebrochen. Nach zwei Stunden bin ich durch den Tarnzelt-Notausgang ausgestiegen: Reißverschluss auf, Zelt verlassen, Frischluft atmen! Das Gefühl loswerden, zu lange in der Badewanne gelegen zu haben.

Schade, denn wenige Tage zuvor konnte ich im gleichen Gebiet bereits ein paar Goldammern mittels Klangattrappe anlocken und erste Erfahrungen beim Ablichten der kleinen Sangeskünstler machen.

Premiere im Spinnennetz

Nach meinem ersten Besuch der Großen Wiese (ein kleiner Rückblick), habe ich angekündigt, das ich schon wüsste, was ich Dir beim nächsten Mal im Blog präsentieren möchte. Mit diesem Beitrag lüfte ich das Geheimnis und zeige Dir heute Insekten. Auf einem kleinen Wiesenstück entlang eines Bachlaufes wimmelte es schon damals im langen Gras nur so von fliegendem oder krabbelnden Getier. Grashüpfer, Libellen und Schmetterlinge waren in sehr großer Zahl vorhanden.

Auch wenn die Wiese zwischenzeitlich gemäht wurde – dem Gewimmel hat es nicht geschadet. Schmetterlinge flogen am frühen Morgen zwar noch nicht, aber Grashüpfer und Pechlibellen waren schon auf den Beinen – bzw. Flügeln. Ganz besonders gefreut hat mich allerdings ein von mir schon lange gesuchtes Objekt der Begierde: Die Wespenspinne. Endlich konnte ich diesen schwarz-gelben Netzkünstler fotografieren.

In den Bildern der nun folgenden Galerie gut zu erkennen: Der zentrale Zick-Zack-Faden im Wespenspinnen-Netz.

Und Du so?

Hast Du diesen Sommer auch schon im Tarnzelt geschwitzt? Hast Du bei den heißen Temperaturen immer eine Flasche Wasser mehr dabei? Bleibst Du lieber zu Hause? Oder bist Du nicht seltener draußen als sonst, um auch die ein oder andere, für Dich neue Art aufzuspüren? Hinterlasse gerne Deinen Kommentar!

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9 Kommentare zu “Schwül: Insekten statt Tarnzelt Fotografie

  1. Wie majestätisch der Grashüpfer aussieht! Wie, als würde der Halm sein Thron sein..! 😀 Schöne Fotos!

  2. tolle Fotos.
    Die Wespenspinnen sind aber auch wirklich schöne Spinnen. Leider sitzten sie fast immer mit dem Kopf nach unten im Netz, so dass es sehr schwer ist, sie von vorne zu fotografieren.

    • Hi Thomas,

      ja, das ist richtig. Das kann manchmal frustrierend sein. Da hilft es nur, sich neue Blickwinkel zu suchen 🙂

      LG
      Timo

  3. Tolle Fotos! Insekten aus der Nähe betrachtet, sind ein echter Hingucker!

  4. Ich bewundere Deine Ausdauer im Tarnzelt bei heissen Temperaturen! Seit Jahren tue ich mir die Spätsommerschwüle mit den Mücken nur noch ein bis zwei Mal im Jahr an und warte wieder auf bessere bzw. angenehmere Bedingungen.

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