Heute Morgen habe ich gemerkt: Nach meinem Urlaub muss ich mich erstmal wieder orientieren. Wann geht die Sonne auf? Wie lange hält die aufgehende Sonne welche Farben bereit? Und was ist überhaupt los in den Rieselfeldern Windel?

Einen Vegetationsschub hat es gegeben. Zumindest was Schilfröhricht und Heckengewächse angeht. Das wurde bereits bei Einfahrt in das Gelände deutlich: Der kleine Froschteich ist von der Straße aus nicht mehr einsehbar. Und auch der nördliche Rundweg entlang des Reiherbaches ist ganz schön „zugewuchert“. Ich hatte mir das Stück zwischen kleinem Schönungsteich und nördlichem Beobachtungsturm als Foto-Spot ausgesucht.

Spinnennetze mit Tau fotografieren

Nachdem sich der Nebel kurz nach Sonnenaufgang langsam aufzulösen begann und ich einige Schwalben auf den Sensor gebannt hatte, offenbarte der Morgentau sein schönstes Gesicht. Spinnweben über und über mit kleinen Tröpfchen benetzt strahlten im Gegenlicht wie Perlenketten. Disteln und andere Blumen am Wegesrand waren ebenso tropfenbedeckt. Hier werde ich unbedingt nochmal mit dem Makro nachlegen müssen. Die Aufnahme des Spinnennetzes in diesem Beitrag ist „leider nur“ mit dem Tele gemacht.

Rohrsänger statt Buntspecht

Das kein Objektivwechsel erfolgte, war einem Buntspecht geschuldet. Schon beim überqueren der Reiherbachfurt konnte ein leiser, einer Amsel ähnlicher „kik“-Laut vernommen werden. Auf Sicht sah man dann das Tier auch, wie es die Zaunpfähle bearbeitete. Kurzum und ohne mich aus der Affäre ziehen zu wollen: Jogger und Wau-Wau verhinderten leider ein gutes Foto. Als Entschädigung ließ sich immer wieder ein Rohrsänger im Gebüsch um den Reiherbach blicken.

Lange Rede kurzer Sinn, der Riesefeld-Sommer ist schön. Die Impressionen von heute Morgen nun als Galerie: