Benutzt Du Dein Handy oft beim Fotografieren? Oder gehörst Du eher zu denen, die statt Handy noch mit Kabel auslösen und das Kameradisplay nutzen, statt das Sucherbild auf das Smartphone zu spiegeln? Dann geht es Dir wie mir. Dennoch habe ich Naturfotografie Apps, bzw. Apps die ich für die Naturfotografie nutze installiert. Diese fünf praktischen Helferlein stelle ich Dir nun vor:

1. Google Maps

Die Google Dienste kennt jeder. Ich bin mir sicher, dass Du mindestens die Suche und auch Maps (ich betrachte das mal als Teil der Suche) auf Deinem Handy installiert hast. Trotz dessen will ich gerade letztere App hier nochmal erwähnen, weil sie für einen Blick ins Gelände unheimlich nützlich ist. Wenn ich spontan neue Gebiete besuche, wie es im letzten Jahr mit der Wagbachniederung der Fall war, ist Google Maps einfach unverzichtbar. Alleine schon, um die Anreise zu planen.

Zur Identifikation von geeigeneten Fotoplätzen bietet sich die Satellitenansicht besonders an, da hier die Geländebeschaffenheit beurteilt werden kann. In der reinen Kartenansicht ist das meist nicht einfach. Denn in dieser können auch schonmal blaue Flächen Wasser vorgeben, wo Du real eigentlich Sumpf oder eine ausgetrocknete Blänke vorfindest. Ein weiterer Vorteil: Google Maps hat einen großen Datenbestand. So kennt Google viele Naturschutzgebiete, zeigt diese in den Karten an und verlinkt dank der Anbindung an die Google Suche gleich auf Detailseiten. Auf diesen kannst Du Dir zum jeweiligen Gebiet weitere Auskünfte einholen – beispielsweise Berichte zur Artenvielfalt, Erfahrungsberichte oder Hinweise auf Raritäten.

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2. OsmAnd

Eine weitere Karten-App ist OsmAnd. Dieser App entspringt auch das Titelbild dieses Beitrages. Osmand ist im Gegensatz zu Google Maps nicht so schön bunt und bietet Dir keine so intuitive Suchfunktion oder gar Satellitenbilder. Dafür hat OsmAnd einen klaren Vorteil: Es ist OpenSource und bedient sich somit der bekannten OpenStreetMap. An dieser arbeiten Nutzer rund um die Welt, und sorgen so für eine sehr hohe Datendichte.So sind selbst Fußwege eingezeichnet sind, die GoogleMaps nicht kennt, so dass Du Dich auch mal ein paar Meter weiter in fremdes Gelände trauen kannst, ohne das Gefühl zu haben, wie Hänsel und Gretel durch den Wald zu irren.

Ferner können z.B. POI (Places of Interest) wie Parkplätze oder Nahverkehrshaltestellen angezeigt werden. Selbst die Fließrichtung von Flüssen ist verzeichnet. Mit den vorhandenen GPS- und Offline-Funktionen habe ich mich noch nicht beschäftigt. Vielleicht hast Du damit schon eigene Erfahrungen gemacht? Falls Du OsmAnd noch nicht installiert hast empfehle ich Dir, das schleunigst nachzuholen!

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3. Agrar Wetter

Tja, eine Wetter App könnte man meinen. Ist es auch. Aber mit vielen kleinen Detailwerten, die in vorinstallierten Wetter-Apps meist nicht zu finden sind. So erhältst Du neben Sonnen- und Mondumlauf zum Beispiel Angaben zu Bodenfrost, Taubildung oder Niederschlagsmengen. Und das im drei-Stunden-Raster. Die Aktualisierung der Prognosen findet für mein Gefühl sehr häufig und zeitnah statt. Natürlich sind auch Abweichungen drin, für mich aber definitiv eine der besseren Wetter-Apps.

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4. NaturaList

NaturaList ist eine App, die sich mit der Datenbasis von ornitho.de verbinden lässt. Mittels NaturaList kannst Du Vogelbeobachtungen erfassen (dank GPS punktgenau) oder Beobachtungen, die andere in der Nähe Deines aktuellen Standortes gemacht haben anzeigen lassen. Praktisch wenn man wissen möchte, welche Arten derzeit anzutreffen sind. Über die Datenbasis von ornitho.de lassen sich anscheinend noch weitere Dienste anbieten – damit habe ich allerdings noch keine Erfahrung. Leider gibt es die App nicht für iOS. Kennst Du eine vergleichbare App für iPhone und Co.? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar.

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5. Exsate Golden Hour

Wie der Name schon sagt: Eine App, mit der Du die Goldene Stunde nicht mehr verpasst. Und die Blaue auch nicht. Das Tool zeigt Dir die jeweiligen Zeiten an, stellt die Umläufe als Diagramm dar und zeichnet die Einstrahlwinkel auf einer Google Map an. So dass Du immer weißt, wann und von wo das Licht kommt. Dazu bietet Exsate Golden Hour die Möglichkeit, Bedingungen festzulegen. So kannst Du zum Beispiel festlegen, dass die App Dir anzeigen soll, wann die Sonne von Westen untergeht, oder Vollmond der Blauen Stunde folgt. Eine wirklich nützliche App für Landschafts- und insbesondere auch Nachtfotografie. Leider gibt es die App nicht für iOS. Kennst Du eine vergleichbare App für iPhone und Co.? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar.

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Und Du so?

Welche Apps nutzt Du? Kennst Du Apps, die auf keinem Handy fehlen dürfen? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar und nenne Deine Favoriten! Falls Du Naturfotografie Anfänger bist, lies auch gerne meinen Beitrag „Mit diesen 5 Naturfotografie Tipps machst Du bessere Naturfotos„. In diesem spielen Apps auch eine große Rolle.

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